Projekt 3

United-Dolphins e.V.

Meeressäuger im Mittelmeer

Ver­tre­ter von 21 ver­schie­de­nen Arten ,dass be­deu­tet fast ein Drit­tel aller auf der Welt be­kann­ten Wal­tier­spe­zi­es, konn­ten im Mit­tel­meer bis heute nach­ge­wie­sen wer­den. Eine sehr be­mer­kens­wer­te An­zahl für ein in­ter­kon­ti­nen­ta­les Meer. Acht Wal­tier­ar­ten wer­den als häu­fig be­trach­tet,was heisst,dass diese
Arten im Mit­tel­meer als sehr ver­brei­tet gel­ten.

Al­ler­dings nicht an jedem Ort.

Nach heu­ti­gem Wis­sen ist bei ver­schie­de­nen der acht Arten im Mit­tel­meer von en­de­mi­schen Po­pu­la­tio­nen aus­zu­ge­hen. Ede­misch be­deu­tet, dass eine Po­pu­la­ti­on we­nig-oder keine Ver­bin­dung zu an­de­ren Grup­pen der glei­chen Spe­zi­es hat. Der­ar­ti­ge Po­pu­la­tio­nen sind somit geo­gra­phisch iso­liert, und immer ei­gen­stän­dig.

Ihr Be­stand und ihre ge­ne­ti­schen Re­cour­cen wer­den nicht durch ex­ter­ne In­di­vi­du­en be­rei­chert. Diese Po­pu­la­tio­nen zeich­nen sich durch eine aus­ge­präg­te öko­lo­gi­sche An­pas­sung an ihre Um­ge­bung aus. Wie alle stark an­ge­pass­ten In­di­vi­du­en re­agie­ren sie emp­find­lich auf Stö­run­gen.

Bei Blau Weis­sen- Del­fi­nen ,Finn­wal und dem Ge­mei­nen Del­fin un­ter­mau­ern ge­ne­ti­sche Ana­ly­sen, dass im Mit­tel­meer en­de­mi­sche Po­pu­la­tio­nen vor­kom­men.

Die üb­ri­gen 13 fest­ge­stell­ten Arten sind nicht sehr häu­fig. Es sind meist nur ver­ein­zelt ge­sich­te­te Tiere, wel­che vom At­lan­tik her ins Mit­tel­meer ein­wan­dern und auch wie­der ver­las­sen. Zu den Arten, die manch­mal ge­sich­tet wer­den ge­hö­ren Schwert­wal (Ocea­ni­us Orca) und der Zwerg­wal (Ba­la­en­op­te­ra acu­to­rostra­da)

Bartenwale (Mysticeti)

 

Vorkommen

 

Zwerg­wal

(Ba­la­en­op­te­ra acu­to­rostra­ta)

 

häu­fig

 

Sei­wal

(Ba­la­en­op­te­ra bo­rea­lis)

 

ge­le­gent­lich

 

Bu­ckel­wal

(Me­gap­te­ra no­va­an­gliae)       

 

sel­ten

 

Nörd­li­cher Glatt­wal

(Eu­ba­lae­na gl­cia­lis)

 

sel­ten

 

Finn­wal

(Ba­la­en­op­te­ra phy­sa­lus)           

 

sel­ten

 

Zahnwale (Odontoceti)

 

Vorkommen

 

Pottwal

(Physeter macrocephlus)

 

häufig r.

 

Cuvier Schnabelwal

(Ziphius cvirostris)

 

häufig

 

Gewöhnlicher Grindwal

(Globicephala melas)

 

häufig

 

Gewöhnlicher Delfin

(Delphinus delphis)

 

häufig r.

 

Grosser Tümmler

(Tursiops truncatos)          

 

häufig r.

 

Rundkopf Delfin

(Grampus grisesus)        

 

häufig

Blau Weisser Delfin

(Stenella coreuleoalba)      

 

häufig

Schwertwal

(Orcinius orca)         

 

gelegentlich

Kleiner Schwertwal

(Pseudorca crassidens)         

 

gelegentlich

Rauhzahndelfin

(Stenobredanensis)         

 

gelegentlich

Chinesischer Buckeldelfin

(Sousa chinensis)         

 

selten

Schweinswal

(Phocoena phocoena)         

 

selten

Kleiner Pottwal

(Kogia simus)         

 

zufällig

Blainville -Schnabelwaal

(Mesoplodon densirostris)

 

zufällig

Soerby-Zweizahnwal

(Mesoplodon bidens)

 

unsicher

Nördlicher Entenwal

(Hyperoodon ampullatos)   

 

unsicher

Erleuterungen zum Vorkommen im Mittelmeer

häu­fig: ge­mei­ne (ver­brei­te­te) Spe­zi­es im Mit­tel­meer (je­doch nicht not­wen­di­ger­wei­se und über­all und zu jeder Zeit)

häu­fig r.: ge­mei­ne (ver­brei­te­te ) Spe­zi­es im Mit­tel­meer (je­doch nicht not­wen­di­ger­wei­se und über­all und zu jeder Zeit)

ge­le­gent­lich: ver­ein­zeln­de Sich­tung jedes Jahr.

sel­ten: we­ni­ger als zehn ge­sich­te­te Tiere

zu­fäl­lig: eine bis­her ge­sich­te­te Sich­tung

un­si­cher: keine wis­sen­schaft­li­che be­stä­tig­te Sich­tung

Im überfischten und stark verschmutzten Mittelmeer kämpfen die Delphine uns überleben.

Die Bestände des Gewöhnlichen Delphins sind auf dramatische Weise zusammengebrochen.

Auch der Grosse Tümmler und der Streifendelphin sind stark bedroht, und werden sehr selten gesichtet. Die Situation ist erschreckend alarmierend. Die Rettung der Meeressäuger hat für United -Dolphins einen hohen Stellenwert.

Hier besteht akuter Handlungsbedarf.