Kommunikation

United-Dolphins e.V 

Del­fi­ne haben ein sehr kom­ple­xes Ver­stän­di­gungs­sys­tem ent­wi­ckelt. Sie kom­mu­ni­zie­ren mit­ein­an­der, um sich wich­ti­ge Mit­tei­lun­gen zu über­brin­gen, ihre Jagd zu or­ga­ni­sie­ren und um sich über ge­fun­de­ne Ob­jek­te zu in­for­mie­ren.

 

Arten der Kommunikation

 

Pfiffe

Bei den Pfif­fen stellt sich die Frage, wie die Del­fi­ne es schaf­fen, einen Ton zu er­zeu­gen.
Da Del­fi­ne bis zu einer Tiefe von 800 Me­tern tau­chen, müss­ten die Pfif­fe mit zuh­neh­men­der Tiefe auch immer höher wer­den, denn Pfif­fe ent­ste­hen für ge­wöhn­lich duch Schwin­gun­gen in einem Hohl­raum.
 
Wenn die­ser Hohl­raum  durch stei­gen­den Was­ser­druck zu­sam­men­ge­presst wird, wer­den die Töne immer höher und als Kom­mou­ni­ka­ti­ons­mit­tel un­brauch­bar. Aus die­sem Grund stell­ten Wis­sen­schaft­ler die These auf, dass Del­fi­ne gar keine Si­gna­tur­pfif­fe ver­wen­den, son­dern mit Hilfe von Stimm­bän­dern ganz nor­ma­le Töne er­zeu­gen.
Der Vor­teil bei die­ser Ton­er­zeu­gungs­art wäre, dass sol­che Töne auf­grund von schwin­gen­dem Ge­we­be ent­ste­hen, und damit der stei­gen­de Was­ser­druck kein Pro­blem mehr wäre. Um diese These zu über­prü­fen, mach­ten For­scher ein Ex­pri­ment, bei dem sie einem Del­fin eine Maske  auf­setz­ten, durch die er He­lioxox zu atmen bekam.
 
He­liox ist ein Misch­gas,wel­ches gerne als Atem­gas bei Tauch­gän­gen ver­wen­det wird. Es be­steht zu 80 Pro­zent aus He­li­um und zu 20 Pro­zent aus Sau­er­stoff, Soll­te der Si­gna­tur­pfiff  also tat­säch­lich ein Pfiff sein, müss­te  sich seine Fre­quenz deut­lich er­hö­hen. Das tat sie aber nicht. Das Gas be­wirk­te  auf den Pfiff also das selbe wie der Was­ser­druck in 900 Me­tern Tiefe. Näm­lich gar nichts.
 

 

Sonarlaute

Del­fi­ne ver­fü­gen über eine Art So­n­ar­sys­tem, mit dem sie die Um­ge­bung bis
ins De­tail war­neh­men kön­nen. Ein Del­fin  ver­mag so recht­zei­tig die Ge­fahr, z.B eines sich nä­hern­den Haies,  zu rea­li­sie­ren.
 
Er gibt dabei kli­cken­de Ge­räu­sche von sich,die ähn­lich dem Sonar wie­der zu ihm zu­rück­keh­ren und auf­ge­nom­men wer­den. Somit kön­nen Del­fi­ne bei völ­li­ger Dun­kel­heit und in trü­bem Was­ser sehr weit sehen.
 
Die Kom­bi­na­ti­on die­ser So­n­ar­lau­te neh­men wir als das fas­zi­nie­ren­de Ki­chern,Quit­schen oder
Schrei­en wahr. Wis­sen­schaft­ler be­schäf­ti­gen sich seit vie­len Jah­ren mit dem Phä­no­men der Del­fin­spra­che.
 
Of­fe­nicht­lich ist,dass Del­fi­ne ähn­lich dem Men­schen über ein kom­ple­xes  Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­tem ver­fü­gen. Ei­ni­ge Wis­sen­schaft­ler gehen sogar noch einen Schritt wei­ter.
Sie ver­mu­ten ,dass nicht nur Töne wei­ter­ge­ge­ben wer­den,son­dern diese quasi beim Emp­fän­ger in echte Bil­der über­setzt wer­den - eine Art der Te­le­pa­thie.
 
In­wie­weit bei der US-Fer­seh­se­rie Flip­per ein wenig tech­nisch nach­ge­hol­fen wurde, um die Laute eines Del­fins noch mensch­li­cher klin­gen zu las­sen,ist nicht be­kannt.
Schließ­lich soll­te Flip­per mit sei­nem gan­zen Ver­hal­ten - Hilfs­be­reit­schaft, Ver­trau­en, Ver­ständ­nis - echte mensch­li­che Cha­rak­ter­zü­ge wi­der­spie­geln. Rich­tig al­ler­dings ist, dass be­stimm­te Laute des Del­fins tat­säch­lich der mensch­li­chen Spra­che äh­neln.